Überlegungen

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Überlegungen

Über Afrikaner zu reden, heißt, über eine Vielzahl von unterschiedlichen Kulturen, Länder und Volkstämme zu reden. Und über verschiedene Probleme. 

Hungersnöte, Bürgerkrieg, Verfolgung, Aids und Armut gehören in vielen Teilen Afrikas zum Alltag. Kein anderer Kontinent scheint so von Katastrophen geprägt wie dieser.

Eigentlich wäre Afrika reich, reich an blühenden Landschaften, Bodenschätzen wie Diamanten und Erdöl, reich an Kultur und reich an Menschen voller Lebensfreude. Doch die Wunden die dem Schwarzen Kontinent durch die Kolonialmächte zugefügt wurden, sitzen tief und der Reichtum versickert in der Korruption oder er wird von internationalen Großkonzernen außer Landes geschafft. Bei der Bevölkerung kommt davon nicht mehr viel an.  Die Menschen sind es leid ständig Angst zu haben, ihre Meinung nicht äußern zu dürfen und sie sind es leid, sich nicht entfalten zu können.  Meist Junge, die stark genug sind und es sich leisten können, versuchen ihr Glück bei uns. Die wenigsten schaffen es.

In unseren Migrationsdebatten dominiert das Bild von den vermeintlichen Vorboten großer Völkerwanderungen über die wenigen, denen der Weg in die Festung Europa wirklich gelingt.

Unseres Erachtens hat die Angst vor dem Süden neue Ausmaße angenommen. Die Verschärfungen im Asylrecht sind so restriktiv geworden, daß auch wirklich schutzbedürftigen Menschen, das Asyl verwehrt wird.

Längst wird von allen Seiten anonym über ein Problem diskutiert und die betroffenen Menschen geraten in Vergessenheit.

Mit dem Film Voices in Transit wollen wir die Anonymität auflösen und ein Portrait schaffen. Ein Portrait über vier Menschen aus Schwarzafrika die in der Schweiz Asyl beantragt haben. Sie leben unter uns und sind interessante Persönlichkeiten, die etwas zu sagen haben. Sie können uns eine ganz andere Sicht auf ein System eröffnen, welches wir so gut zu kennen glauben. 

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